Wege der Moderne

Die Sammlungspräsentation
im Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale)

Die 2017/2018 neu eingerichtete Sammlungspräsentation zur Kunst in Deutschland zwischen 1890 und 1990 stellt die einzigartige Museumsgeschichte anhand herausragender Objekte aus den Sammlungen des Hauses vor.

Entlang der nachstehenden Abschnitte wird die Geschichte des Museums mit seinen Direktoren und deren Formung der Sammlungen gemeinsam mit der Entwicklung der Kunst in Deutschland im 20. Jahrhundert vermittelt. Alle Bereiche präsentieren Werke der freien und angewandten Kunst gleichrangig miteinander – neben Gemälden und Plastiken werden Objekte des Kunsthandwerks sowie kleinplastische Medaillen gezeigt.


Kunst der Sezession um 1900

Paula Modersohn‑Becker: Feldblumenstrauß (Ausschnitt), 1906, Öl auf Leinwand, 69,5 x 57,9 cm, Kulturstiftung Sachsen‑Anhalt – Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale), Foto: Klaus E. Göltz

Paula Modersohn‑Becker: Feldblumenstrauß (Ausschnitt), 1906, Öl auf Leinwand, 69,5 x 57,9 cm, Kulturstiftung Sachsen‑Anhalt – Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale), Foto: Klaus E. Göltz

Die im Obergeschoss des Talamtes im Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) ausgestellten Werke gelangten in der Mehrzahl ab 1905 über die Reinhold-Steckner-Stiftung in die Sammlung und repräsentieren die Kunst der Sezessionen in Deutschland.


Kunst in Deutschland 1900–1945

Ausstellungsansicht „Wege der Moderne. Kunst in Deutschland 1900–1945“ mit Werken von Georg Kolbe, Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel und Max Beckmann | Foto: Marcus-Andreas Mohr | Exponate: © VG Bild-Kunst, Bonn 2019 für die Werke von Erich Heckel und Max Beckmann

Ausstellungsansicht „Wege der Moderne. Kunst in Deutschland 1900–1945“ mit Werken von Georg Kolbe, Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel und Max Beckmann | Foto: Marcus-Andreas Mohr | Exponate: © VG Bild-Kunst, Bonn 2019 für die Werke von Erich Heckel und Max Beckmann

Die Sammlungspräsentation zur ersten Jahrhunderthälfte im ersten Obergeschoss des Westflügels der Moritzburg ist in drei Bereiche gegliedert: Kunst im Kaiserreich 1900–1918 mit dem Schwerpunkt Expressionismus; Kunst in der Weimarer Republik 1919–1933 mit den Schwerpunkten Neue Sachlichkeit und Abstraktion und Kunst im "Dritten Reich" 1933–1945. Anhand dieser Abschnitte wird auch die Geschichte des Kunstmuseums mit seinen Direktoren und deren Formung der Sammlungen vermittelt.


Kunst in der SBZ/DDR 1945–1990

Ausstellungsansicht „Wege der Moderne. Kunst in der SBZ/DDR 1945–1990" | Foto: Marcus-Andreas Mohr | Exponate: © VG Bild-Kunst, Bonn 2018 für die zu sehenden Werke von Wolfgang Mattheuer, Einar Schleef, Willi Neubert, Eberhard Göschel; © Klaus Völker

Ausstellungsansicht „Wege der Moderne. Kunst in der SBZ/DDR 1945–1990" | Foto: Marcus-Andreas Mohr | Exponate: © VG Bild-Kunst, Bonn 2018 für die zu sehenden Werke von Wolfgang Mattheuer, Einar Schleef, Willi Neubert, Eberhard Göschel; © Klaus Völker

Mit der Sammlungspräsentation der Kunst nach 1945 im ersten Obergeschoss des Nordflügels der Moritzburg bezieht sich das Museum klar auf die eigene Sammlung, die sich für diesen Zeitabschnitt historisch bedingt in erster Linie als eine Sammlung zur Kunst in der ehemaligen DDR darstellt. Dementsprechend bekennt sich das Museum zu seiner regionalen und historischen Verortung und präsentiert die Kunst in der zweiten Jahrhunderthälfte fokussiert auf die vielfältigen künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten in der ehemaligen Sowjetischen Besatzungszone und der DDR.


Temporäre Sammlungspräsentation
24. Feb 2018 – 12. Mai 2019

Kunst in Halle (Saale) im Kontext der Formalismus-Debatte

 
 
Fritz Baust: Theater (Ausschnitt), 1949, Öl auf Leinwand, 95 x 117 cm, Kulturstiftung Sachsen-Anhalt - Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale), Foto: Punctum/Bertram Kober © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Fritz Baust: Theater (Ausschnitt), 1949, Öl auf Leinwand, 95 x 117 cm, Kulturstiftung Sachsen-Anhalt - Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale), Foto: Punctum/Bertram Kober © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Die sogenannte Box im zweiten Obergeschoss des Nordflügels dient temporären Sammlungspräsentationen und ist im Rahmen der Eröffnung der neuen Dauerausstellung der Kunst in Halle (Saale) gewidmet. Hier wird vertiefend gezeigt, wie die halleschen Künstler an der Burg Giebichenstein und in ihrem Umfeld nach 1945 den künstlerischen Neuanfang versuchten und wie sie sich an den Vorgaben der Kulturpolitik der jungen DDR rieben, was zu oft im Verlassen des Landes resultierte.