Wege zur Burg der Moderne

1908 – 1938:
Traditionen

Kabinettpräsentation
im Rahmen der Forschungs- und Ausstellungsreihe
Stifter & Schenker


29.09.2019 – 12.01.2020

Die zweite Präsentation der Ausstellungsreihe zu den Stiftern & Schenkern des Kunstmuseums Moritzburg Halle (Saale) korrespondiert mit dem Hauptausstellungsprojekt BAUHAUS MEISTER MODERNE, die ab 29.09.2019 im Westflügel der Moritzburg gezeigt wird.

Während dort die einstige Sammlung der Moderne rekonstruiert wird, rücken in der Kabinettausstellung im 2. Obergeschoss des Nordflügels Objekte und ihre Schenker in den Vordergrund, die zum Zeitpunkt der jeweiligen Schenkung zwar nicht der damaligen Avantgarde angehörten, dafür aber den Ausbau der jeweiligen Sammlung vor allem in Hinblick auf Entwicklungstendenzen oder aber mit besonderen Einzelstücken bereicherten. Es geht um die Einbindung der Moderne in die Traditionslinien der Kunstgeschichte.


Moritz von Schwind: Adams Traum, um 1824, Feder und Aquarell mit Gold gehöht, 428 x 350 mm | Kulturstiftung Sachsen‑Anhalt – Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) | Foto: Kulturstiftung Sachsen‑Anhalt

Moritz von Schwind: Adams Traum, um 1824, Feder und Aquarell mit Gold gehöht, 428 x 350 mm | Kulturstiftung Sachsen‑Anhalt – Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) | Foto: Kulturstiftung Sachsen‑Anhalt

Adolf Senff: Disteln und Alpenveilchen, 1809‑1863, Öl auf Papier, 290 x 240 mm | Kulturstiftung Sachsen‑Anhalt – Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) | Foto: Kulturstiftung Sachsen‑Anhalt

Adolf Senff: Disteln und Alpenveilchen, 1809‑1863, Öl auf Papier, 290 x 240 mm | Kulturstiftung Sachsen‑Anhalt – Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) | Foto: Kulturstiftung Sachsen‑Anhalt

 

In der Gemäldesammlung und in der Sammlung Grafik sind dies vor allem Werke deutscher Künstler des 19. Jahrhunderts bis zum Impressionismus – hier auch die regional bedeutenden Maler Adam Weise und Carl Adolf Senff. Für die Sammlung Plastik sind nur wenige Schenkungen verzeichnet, dafür aber mit ausgesprochen starken und eigenständigen Künstlerpersönlichkeiten, wie Hermann Haller und Georg Minne. Im Bereich des Kunsthandwerkes gelangten insbesondere seltene Objekte aus Glas und herausragende Beispiele der Porzellankultur in die Sammlung. Aus dem Landesmünzkabinett wird die Schenkung von Theodor Heynemann vorgestellt.

Auf diese Weise zeigt die Ausstellung erneut das Potential und die Vielfalt bürgerlichen Engagements in einer städtischen Umgebung, das von den jeweiligen Direktoren geschickt und auf ganz unterschiedliche Weise zum planvollen Ausbau der Museumssammlungen genutzt wurde.